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glossar:m:modulation

Modulation, die


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Unsere Sprache besteht aus Schallwellen, welche vom Mund ausgestossen und von den kleinen Knöcheln im Ohr aufgenommen und in elektrische Impulse für das Gehirn verwandelt werden. Schallwellen werden - wie elektromagnetische Wellen auch - gezählt und als Frequenz in der Maßeinheit Hertz angegeben.

Der Hauptsprachbereich der Spezies Homo Sapiens liegt zwischen 250 und 4.000 Hertz (Hz).

Nun ist es so, dass Schallwellen im Allgemeinen nicht für die Kommunikation über lange Strecken genutzt werden kann. Daher müssen wir diese in einem Funkgerät mit einer Frequenz mischen, welche wir über einen Sender abstrahlen und in großer Distanz mit einem Empfänger wieder aufnehmen und ausgeben können - z.B. in Form von Rundfunkprogrammen mit Sprache und Musik. Wir bezeichnen dies auch als „Nutzsignal“

In einem Oszillator wird daher eine Funkfrequenz erzeugt (aka Trägerwelle).

Im Sender werden dann das Nutzsignal mit der Funkfrequenz vermischt zu einem Sendesignal, welche die Funkfrequenz UND das Nutzsignal enthält. Diesen Vorgang nennt man modulieren.

Im Empfänger wird dann das Empfangssignal wieder getrennt und Funkfrequenz und Nutzsignal. Diesen Vorgang nennt man demodulieren.

Eine „Modulation“ ist daher die Beschreibung eines technischen Verfahrens, mit welcher Nutzsignale (Sprache, Musik, Daten, Bilder, Videos etc) zwischen Sender und Empfänger ausgetauscht werden.

Folgende Analoge Modulationsarten sind gebräuchlich:

KzLange BezeichnungWo eingesetztBemerkung
AMAmplituden-ModulationRundfunk auf Lang-/Mittel-/Kurzwelleveraltet
SSBEinseitenband-Modulation
Single-Side-Band
Sprechfunk auf Lang-/Mittel-/Kurz-/UltrakurzwelleAktuell, hohe Reichweite
USBUpper-Side-BandDas obere Seitenband der SSB-Modulation
LSBLower-Side-BandDas untere Seitenband der SSB-Modulation
FMFrequenz-ModulationSprechfunk auf Frequenzen über 30 MHz
UKW-Rundfunk und TV-Sprachkanal
im Auslaufen
PMPhasen-ModulationSprechfunk auf Frequenzen über 30 MHzWird sporadisch als gleichwertige Alternative zu FM eingesetzt

Folgende digitale Modulationsarten sind gebräuchlich (Auszug):

KzLange BezeichnungWo eingesetztBemerkung
FSKFrequency Shift Keying
Frequenzumtastung
Textfunk / Fernschreiben mit FehlerkorrekturAktuell
PSKPhase Shift keying
Phasenumtastung
Textfunk / Fernschreiben mit FehlerkorrekturAktuell
QPSKSquare Phase shift keying
Quadraturphasenumtastung
Telefax, DAB(+), HSDPA (UMTS)Aktuell
QAMQuadrat-AmplitudenmodulationDSL, DVB-T(2), Kombination aus AM und PMAktuell
4FSKFSK mit 4 TrägernDMR, dPMRAktuell

… uvm … es werden quasi täglich neue digitale Funkmodulationsarten entwickelt.

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glossar/m/modulation.txt · Zuletzt geändert: 2026/04/07 21:17 von dj1ng