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Der Physik-Professor Heinrich Hertz benutzte während seinen Experimenten an der Universität Karlsruhe einen Funkeninduktor zur Erzeugung von elektrischen Funken. Um diese zu übertragen, nutzte er die Konstruktion namens Dipol - eine Antenne, die welche aus zwei gleichen Teilen bestand.
Beide Teile wurden jeweils an ein Ende des Induktors angeschlossen. Somit konnte der Funke vom Induktor mittels Kabel zur Antenne geleitet und dort zwischen den Polen einen Funken erzeugen - anstatt am Induktor selbst.
Daher nannte man diese Antenne dann auch den Hertz'schen Dipol.
Der Dipol ist heutzutage die Grundform jeglicher Antenne zur Übertragung elektromagnetischer Wellen. Wann kann diesen Horizontal, vertikal oder diagonal aufbauen und erhält so verschiedene Übertragungs- und Ausbreitungsmöglichkeiten.
Man trifft den Dipol in der heutigen Funktechnik fast nur noch bei Funkamateuren an. Die Antennenformen Faltdipol, Groundplane, Sperrtopf und alle Antennen für Fahrzeuge basieren heute auf dem Dipol. Bei Fahrzeugen dient in der Regel die Metallkarosserie als ein Teil des Dipols. Sollte das Fahrzeug eine Kunststoffkarosserie (oder Kunststoff-Dach) besitzen, so kann man Antennen einbauen, bei welchen die eine Hälfte des Dipols durch eine künstliche Antenne ersetzt wird.