glossar:s:sender
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| + | ====== Sender, der ====== | ||
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| + | engl. Transmitter / TX | ||
| + | Vereinfacht gesagt: Sender sind elektrische Schaltkreise, | ||
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| + | Übrigens: Eine Stimmgabel, wie sie von Musikern verwendet wird, ist ein tatsächlich nichts anderes als ein Sender für akustische Wellen! Sie vibriert in einer ganz bestimmten Tonhöhe, sobald man sie anschlägt. | ||
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| + | Woraus besteht nun solch ein Sender im Wesentlichen? | ||
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| + | ===== Mikrofon - von der Sprache zur Welle ===== | ||
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| + | Als Mikrofone können sogenannte dynamische Mikrofon (das umgekehrte Prinzip des Lautsprechers) ebenso wie Elektret- und Kondensator-Kapseln zum Einsatz kommen. Letztere kommen überall dort zum Einsatz, wo wenig Platz herrscht - wie beispielsweise in einem Handmikrofon im Auto oder einer Hör-Sprech-Garnitur (Head-Set). | ||
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| + | ===== NF-Verstärker - Aus Schwach mach Stark ===== | ||
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| + | Der NF-Verstärker in einem Sender sorgt dann auch gleichzeitig für eine klangliche Anpassung der aufgenommenen Schalwellen. Je nach Komplexität des Senders kann zumindest die Verstärkung selbst (Audio-Gain) als auch der Klang mittels Reglern angepasst werden. Wenn der Sender richtig teuer ist, kommen sogar komplette Equalizer zum Einsatz, welche man so z.B. auch in der HiFi-Technik finden kann. | ||
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| + | ===== Oszillator - Swingin' | ||
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| + | Dieser kann entweder durch Quarze (kleine Kristalle, welche beim anlegen einer Spannung in einer bestimmten Frequenz vibrieren), oder durch eine PLL (Phase Locked Loop, Phasenrückkopplung) genannte Mikroprozessorschaltung gesteuert werden. Mit Quarzen werden üblicherweise Sender für Einzelfrequenzen (Kanalgeräte) betrieben. PLLs können hingegen eine mehr oder weniger große Bandbreite an Frequenzen erzeugen (Multikanal- oder Frequenzband-Sender). | ||
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| + | Ein Quarz-Oszillator ist deutlich stabiler und genauer als ein PLL-Oszillator. In modernen Sendern wird der Oszillator allerdings durch Software-Definiert und existiert nicht mehr als eigenständiges Bauteil. | ||
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| + | ===== Moduldator - Hier wird abgemischt ===== | ||
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| + | Die Komplexität des Mischers hängt von der Modulationsart ab. Das Bauteil ist im im Grunde aber nichts anderes als ein Addierer, wie man ihn aus der Digitaltechnik kennt. In den ersten Tagen der Funktechnik wurde übrigens auf einen Mischer verzichtet und der Oszillator direkt aus ein und eingeschaltet mittels der Morsetechnik. Der Nachwelt ist dies unter dem Begriff Knallfunken-Sender überliefert. | ||
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| + | ===== HF-Verstärker - und noch einmal größer ===== | ||
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| + | Dessen Aufgabe ist klar: Das schwache Signal möglichst verzerrungsfrei aber massiv zu verstärken und an die Antenne abzugeben. Auch heute noch verwenden Funkamateure gerne und oft externe Verstärker mit Röhren in der Schaltung - nicht, weil diese so kuschelig viel Wärme abgeben, sondern weil mit Röhren ein besonders verzerrungsarmes Signal abgestrahtl werden kann. | ||
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| + | ===== Matching und Antenne - raus in die Welt ===== | ||
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| + | Da sich dieser Schwingkreis aber in der Regel innerhalb eines Metallgehäuseses befindet, nutzt man nun die Antenne (welche elementarer Teil des Schwingkreises ist) um die elektro-magnetische Energie nach aussen abzuleiten und in den " | ||
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| + | Das Matching wiederum sorgt dafür, dass der Wellenwiderstand (Z, gemessen in Ohm, abhängig von der elektrischen Länge einer Antenne) von Antenne und HF-Verstärker zusammen passen. Verändert sich eine Sendefrequnz nur in geringem Maße (z.B. einem FreeNet-Handfunkgerät) kann diese Anpassung durch Bauteile mit Festwerten erfolgen. | ||
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| + | Bei Amateurfunksendern jedoch, welche in einem Gerät über den gleichen Antennenausgang Frequenzen zwischen 0,1 und 30 MHz abgestrahlt werden, wird nun mit dem Matching eben die Antenne künstlich an den Sender angepasst. | ||
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| + | ===== Bei hohen Frequenzen: Skin-Effekt ===== | ||
| + | Ein elektrischer Grundsatz lautet: Mit zunehmender Frequenz verlagert sich der Elektronen-Strom an die Oberfläche eines Leiters (Skin-Effekt). Dies bedeutet, das zum Beispiel im Kurzwellenbereich die Signale eines Senders im Inneren durch einen Kupferleiter fliessen. | ||
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| + | Mit steigender Frequenz fließen die Elektronen der Funksignale jedoch zunehmend an der Oberfläche dieses Leiters. Das bedeutet, das Sender mit extrem hohen Frequenzen wesentlich komplexer aufzubauen sind. Die Leitungen, welche die hochfrequenten Ströme transportieren müssen im Gigahertz-Bereich als Hohlleiter ausgeführt werden. Lang-, Mittel- und Kurzwellensender können relativ problemlos mit herkömmlicher Kupferverdrahtung aufgebaut werden. | ||